Mit der zum 15. März 2011 novellierten Richtlinie zur Förderung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt können jetzt erstmals ausdrücklich auch Solarkollektoranlagen gefördert werden, die in Wärmenetze einspeisen.
Die Einspeisung in bestehende und neue Netze zur Nah- und Fernwärmeversorgung gilt als ein Zukunftsmarkt für die Solarthermie. Vorbild ist Dänemark, wo bereits eine Reihe von Kommunen durch solar unterstützte Wärmenetze versorgt werden. Nicht nur die bei den nördlichen Nachbarn üblichen großen Kollektorfelder auf Freiflächen können dabei Modell stehen. In Hamburg arbeitet etwa der Fernwärmeversorger E.ON Hanse an einem Einspeisemodell, bei dem kleine Solaranlagen auf Wohnhausdächern, die sich im Besitz von Fernwärmekunden befinden, ihre Ernte per Übergabestation ans Netz abgeben und vergütet bekommen sollen.
Anlagen, die in Wärmenetze einspeisen und mehr als 20 Quadratmeter Kollektorfläche haben, fallen im Bundesprogramm in den Bereich der besonders attraktiven lnnovationsförderung. Für Kollektorfelder zwischen 20 und 40 Quadratmetern wird über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ein erhöhter Zuschuss von 180 Euro (statt 120 Euro) pro Quadratmeter Kollektorfläche gezahlt. Noch größere Anlagen von mehr als 40 Quadratmetern werden über Darlehen der KfW-Bank gefördert und erhalten einen Tilgungszuschuss von 30 Prozent. (www.bafa.de, www.kfw.de)
Quelle: Guido Bröer, solarthemen:kom 2/11, www.solarthemen.de