Spatenstich für solarthermische Großanlage in Mürzzuschlag: die Baustelle ist eröffnet

2018-11-23T20:52:30+00:00 23. November 2018|

Die größte Solaranlage des Mürztals. 5.000 Quadratmeter Hochleistungsflachkollektoren zur umweltfreundlichen Wärmeversorgung von über 275 Wohnungen. 930 Tonnen CO2 Einsparung jährlich.

Mürzzuschlag/Graz, 16.11.2018: Auf der Mayerhoferwiese in Mürzzuschlag entsteht
in den kommenden Monaten eine Solarthermie-Anlage mit einer Kollektorfläche von insgesamt 5.000 Quadratmeter, was einer Leistung von rund 2.800 Kilowatt thermisch entspricht. Einen offiziellen Spatenstich vollzogen kurz vor Mittag Bürgermeister DI Karl Rudischer, Mag. Welser und Ing. Neureuter als Geschäftsführer der Stadtwerke Mürzzuschlag, Julia Fladenhofer, BSc. als Projektleiterin seitens Stadtwerke, DI Stephan Jantscher als Geschäftsführer der SolarWärme MZ, Dr. Christian Holter als Geschäftsführer und DI Marcel Entfellner als Projektleiter – beide seitens SOLID, Scheiblhofer Herwig (Sparkasse Mürzzuschlag), Thomas Schmidt (KBB Kollektorbau), Walter Fleschhutz (Varista) und Ing. Werner Feuchtgraber (Granit).

“Unser erklärtes Ziel ist, die Infrastruktur und die Lebensqualität in unserem Versorgungsgebiet Schritt für Schritt weiter auszubauen. Die Nachhaltigkeit der Wärmeversorgung liegt dabei natürlich im Fokus.”, so Mag. Welser von den Stadtwerken Mürzzuschlag.
Die SolarWärme MZ GmbH – ein Unternehmen der SOLID Gruppe – ist Bauherr und wird in weiterer Folge den Betrieb der Solarthermie-Anlage in Mürzzuschlag übernehmen.

„Als Bauherr und Betreiber ist es uns wichtig, mittels einer qualitativ hochwertigen Anlage einen wesentlichen Beitrag über die nächsten 25 Jahre zur umweltfreundlichen und sicheren Wärmeversorgung zu leisten.“ erklärt der GF der SolarWärme MZ GmbH, DI Stephan Jantscher.

Verantwortlich für die Planung und Errichtung der Solaranlage ist der Solarspezialist SOLID aus Graz. Das erfahrene Unternehmen konnte durch Qualität in Technik und Wirtschaftlichkeit der Technologie punkten. Kooperationspartner und Wärmeabnehmer sind die Stadtwerke Mürzzuschlag.

„Jede Baumaßnahme erfordert ein ordentliches Maß an Vorüberlegungen, Planungen und Analysen sowie Überzeugungsarbeit. Wir sorgen hier in Mürzzuschlag für die optimale Bauabwicklung, kennen die Technologie seit über 25 Jahren und können sie dank unserer Erfahrung bestens umsetzen; Auch die Einbindung lokaler Partner ist uns in diesem Projekt sehr wichtig, um die Wertschöpfung in der Region zu behalten“. So der technische Projektleiter von SOLID, DI Marcel Entfellner.

 

Nach dem Bau der Zufahrtsstraße für die Technikzentrale und der Aufstellung der Pufferspeicher, erfolgt die Unterkonstruktion für das Kollektorfeld mittels Rammpfählen. Mit der Solarthermie-Anlage können ab Frühjahr nächsten Jahres jährlich mehr als 2,45 Millionen Kilowattstunden Fernwärme erzeugt werden. Das heiße Wasser wird von der Solarthermie-Anlage direkt in das Leitungsnetz eingespeist.  “Wir können mit Sonnenenergie den Wärmebedarf im Sommer zum überwiegenden Teil decken, umgerechnet auf den Jahreswärmebedarf entspricht das der Versorgung von über 275 Wohnungen”, so Geschäftsführer der Stadtwerke Mürzzuschlag Ing. Neureuter, “es werden Jahr für Jahr mehr als 930 Tonnen CO2 eingespart.  Damit  leistet die Anlage einen wertvollen Beitrag in Richtung Ökologisierung der Wärmeversorgung in Mürzzuschlag”.

Die Solarthermie-Anlage produziert bei guter Sonneneinstrahlung Warmwasser mit Temperaturen von 80 bis zu 105 °C. Bei schwacher Sonnenstrahlung, z.B. im Winter kann die Sonnenenergie genutzt werden, um das Heizungswasser vorzuwärmen, die benötigte Wärme wird dann mit Biomasseanlagen und die Spitzenabdeckung mit Gaskesseln zur Verfügung gestellt. Im Sommer erfolgt die Wärmeversorgung Mürzzuschlags fast ausschließlich über die Solarthermie-Anlage.
Die Investitionskosten werden vom Klima- und Energiefond und vom Land Steiermark unterstützt, die Finanzierung wird von der Sparkasse Mürzzuschlag abgewickelt.

Viele internationale Anlagen wurden von SOLID bereits realisiert und zeigen, dass Solarwärme in der künftigen Fernwärmeversorgung eine große Rolle spielen kann. “Wir freuen uns, dass nunmehr auch bald in Mürzzuschlag diese umweltfreundliche und zukunftssichere Wärmequelle genutzt wird. Es wird damit offensichtlich gezeigt, dass Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit in keinem Widerspruch zueinander stehen und den Weg zur Energiewende ebnen.“ so Geschäftsführer Dr. Christian Holter von SOLID.

Saubere Wärme von der solarthermischen Großanlage  

Solarwärme hat den einzigartigen Vorteil, dass die Wärmeerzeugung über einem langen Zeitraum mit wenig Wartungsaufwand betrieben werden kann. Im Unterschied z.B. zu Wärmepumpen wird kaum Strom zum Betrieb der Anlage eingesetzt. Die Effizienz von Solarthermie ist in diesem Anwendungsfall etwa dreimal so hoch wie es eine PV-Anlage zur Stromerzeugung wäre. Insofern ist die Kombination von Biomasse und Solarthermie in vielerlei Hinsicht optimal und ein wesentlicher Beitrag zur Wärmewende.

 

Über SOLID

Seit 1992 plant und installiert die Firma SOLID solarthermische Großanlagen mit Kollektorflächen von etwa 100 m² bis zu mehreren 1.000 m². Bisher wurden weltweit mehr als 300 Solaranlagen realisiert. Zu den Kunden zählen unter anderem Wärmeversorger, Industriebetriebe und Wohnbauträger. SOLID ist herstellerunabhängig und verwendet ausschließlich Produkte, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen.

Über SolarWärme MZ GmbH

Die SolarWärme MZ GmbH ist ein Unternehmen der SOLID Gruppe und verantwortet den Betrieb der Solarthermie-Anlage und die solare Wärmeversorgung für die Stadt Mürzzuschlag.

Über Stadtwerke MZ

Die Stadtwerke Mürzzuschlag mit rund 110 Mitarbeitern, darunter 10 Lehrlingen, in verschiedenen Berufssparten sind ein bedeutender Dienstleister in der Region Mürzzuschlag. Mit Niederlassungen in Mürzzuschlag, Krieglach, Spital/S., Neuberg und Neunkirchen haben Kunden einen zuverlässigen Partner, wenn es um leitungsgebundene Dienstleistungen, Elektroinstallationen oder Fachhandel für Elektrogeräte, Spielware und/oder maßgefertigte Möbel geht.

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