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Versorger erwärmen sich für Solarthermie

2019-07-09T09:51:27+02:00 Jul 4th, 2019|

Deutschlands Stadtwerke entdecken die Solarthermie. Zunehmend entstehen auch in urbanen Räumen große Kollektoranlagen für die Fernwärme. Stabile Wärmepreise, Langlebigkeit und Klimaschutz sprechen für die Technologie.

Für die Einbindung von Solarthermie in städtischen Fernwärme stellte die im August 2016 im brandenburgischen Senftenberg errichtete Anlage einen wichtigen Meilenstein dar: Aus rein wirtschaftlichen Gründen nahmen die Stadtwerke Senftenberg im August 2016 die bislang noch größte Solarthermieanlage Deutschlands mit einer Kollektorfläche von 8.300 m² in Betrieb. Sie speist in ein Fernwärmenetz mit rund 100 GWh Jahreswärmeumsatz ein. Weitere Solarthermieanlagen im Leistungsbereich bis 1,5 MWth wurden in die städtischen Wärmenetze von Hamburg, Jena, Chemnitz, Düsseldorf, Berlin und Erfurt eingebunden.

Mit dem Projekt „SolarHeatGrid“ der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim ist nun mit 14.800 m2 Kollektorfläche ein neuer nationaler Solarthermie-Rekordhalter im Bau. Mit der bereits in Betrieb genommenen Anlage in Erfurt (1700 m²) und weiteren in Bau befindlichen Anlagen in Halle (5091 m²) und Bernburg (8600 m2) ist allein im Jahr 2019 mit einem Zubau von rund 30.000 m² zu rechnen. Weitere konkrete Planungen sind aus Städten wie Greifswald, Kempen, Hennigsdorf, Neubrandenburg und Potsdam bekannt.

Mehr Details und Hintergrundinformationen zu diesen Projekten und Solarthermie in städtischer Fernwärme werden hier in einer Ausarbeitung des vom BMWi geförderten Vorhaben Solnet 4.0 vorgestellt.

Quelle: Solites, Guido Bröer, Foto: Guido Bröer

 

Solarthermie für Erfurter Fernwärmenetz

2019-07-04T16:24:34+02:00 Jul 2nd, 2019|

AGFW-Infotag informiert über die neue 1700 m² Solarthermieanlage der Stadtwerke Erfurt.

Die Stadtwerke Erfurt (SWE) haben Ende Mai unter Beteiligung von Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund ihre 1700 m2 große zweiteilige Solarthermieanlage mit Flach- und Vakuumröhrenkollektoren im Fernwärmenetz eingeweiht. Die Anlage ist zwar die größte in Thüringen, jedoch trägt sie mit einem Jahresertrag von 700 MWh erst rund ein Promille zur Deckung des Erfurter Fernwärme-Jahresbedarfs von etwa 600 GWh bei. Den Stadtwerken geht es hier vor allem um einen Vergleich der Wirtschaftlichkeit, Handhabbarkeit und Betriebsführung zwischen verschiedenen Systemtypen. Das Gesamtprojekt besteht aus einer Anlage mit CPC-Vakuumröhrenkollektoren von Ritter XL mit 1155 m² Bruttofläche und einer zweiten Anlage mit Flachkollektoren auf ca. 550 m², die von der S.O.L.I.D. GmbH geliefert wurde. Gemeinsam erreichen sie eine thermische Leistung von knapp einem Megawatt. „Der Zubau erneuerbarer Wärmequellen und der Einsatz von Technologien zur Sektorenkopplung zählt zu den Eckpfeilern unseres Energiemodells“, berichtet Karel Schweng, Geschäftsführer der SWE Energie GmbH. „Eine Komponente der erneuerbaren Wärmequellen sind Solarthermieanlagen, wie sie nun in Erfurt-Marbach eingeweiht wurde.“ Später sollen im Bereich Erfurt deutlich größere Solarthermieanlagen für eine bessere Klimabilanz des Fernwärmenetzes sorgen. „Geeignete Flächen in und um Erfurt sowie günstige Einbindemöglichkeiten in das Fernwärmenetz sprächen für die Konzentration auf Solarthermie“, heißt es von Seiten des Thüringer Erneuerbare-Energien-Netzwerk (ThEEN).

In der Branche stößt die Erfurter Anlage auf Interesse. Am 2. Juli fanden sich beim AGFW-Infotag mehr als 30 Vertreter von Stadtwerken und Wärmeversorgern bei den SWE ein, um die neue Solarthermieanlage zu besichtigen und technische Details zu diskutieren. Beeindruckt hat die Teilnehmer, dass die Anlage auch bei bedecktem Himmel mit über 90 °C in den Fernwärmevorlauf eingespeist und seit Betriebsstart bereits die Hälfte des prognostizierten Jahresertrags geliefert hat. Der AGFW-Infotag wurde im Rahmen des vom BMWi geförderten Vorhaben Solnet 4.0 organisiert.

Text: Guido Bröer und Thomas Pauschinger, Quelle: ThEEN, Foto: Solites

 

Bernburg setzt auf Sonne

2019-07-04T16:26:07+02:00 Jun 28th, 2019|

Die Stadtwerke Bernburg (SWB) in Sachsen-Anhalt schicken sich an, die zweitgrößte Solarthermieanlage Deutschlands für ihr Fernwärmenetz zu bauen.

Nach Windkraft, Kraftwärmekopplung mit Biomethan und Photovoltaikanlagen, mit denen sich die Stadtwerke zum Vorreiter in Sachen Mieterstrom machten, ist jetzt das Fernwärmenetz an der Reihe. Eine große Solarthermieanlage soll die Ökobilanz des Wärmenetzes in der 36.000-Einwohner-Stadt verbessern. Gerald Bieling, Geschäftsführer der Stadtwerke, sagt: „In den vergangenen Jahren haben wir vornehmlich in Photovoltaik- und Windkraftanlagen zur umweltfreundlichen Stromerzeugung investiert. Mit der neuen Solarthermieanlage können wir nun auch den Wärmebedarf der Stadt Bernburg zunehmend aus regenerativen Quellen abdecken.“

Mit 8603 m² Bruttokollektorfläche dürfte die Anlage Ende 2019 die zweitgrößte in Deutschland sein – nach Ludwigsburg, wo derzeit mit 14.800 m² der neue Rekordhalter entsteht, und noch vor Senftenberg, wo die 8300 m² große Röhrenkollektoranlage nach drei Jahren bald die Spitzenposition abgeben wird. Partner der Stadtwerke Bernburg ist bei diesem Projekt der Weltmarktführer Arcon-Sunmark. Das Konzept stammt von der EEB Enerko Energiewirtschaftliche Beratung GmbH. Das Investitionsvolumen beträgt 3 Millionen Euro. Davon sind 1,35 Millionen staatliche Zuschüsse.

Text: Guido Bröer, Foto: Arcon-Sunmark

Baubeginn für Deutschlands größte Solarthermieanlage

2019-07-04T16:27:33+02:00 Jun 21st, 2019|

Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) haben jetzt von der Stadt Ludwigsburg die Baugenehmigung für die größte Solarthermieanlage Deutschlands entgegen genommen.

Damit steht dem baldigen Baubeginn des 14.800 Quadratmeter großen Kollektorfelds auf dem Römerhügel in Ludwigsburg nichts mehr entgegen. Die Oberbürgermeister der beiden Städte, Werner Spec (Ludwigsburg) und Ursula Keck (Kornwestheim), haben die Baugenehmigung an die Geschäftsführung der Stadtwerke Ludwigburg-Kornwestheim und die Arcon-Sunmark GmbH aus Regensburg, die mit dem Bau beauftragt ist, übergeben.

„Ich freue mich, dass wir mit diesem zukunftsweisenden Projekt nun offiziell starten können“, betont Werner Spec, Aufsichtsratsvorsitzender der SWLB und Oberbürgermeister von Ludwigsburg. Bodo Skaletz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim GmbH sagt: „Mit der Baugenehmigung für das Solarfeld auf Ludwigsburger und Kornwestheimer Gemarkung können wir jetzt den wichtigsten Part des kommunalen Klimaschutz-Modellprojektes umsetzen. Nun wünschen wir Arcon-Sunmark einen erfolgreichen Start, diese einzigartige Anlage auch baulich umzusetzen und freue mich auf tägliche Baufortschritte, die über eine Webcam von Jedermann mitverfolgt werden können.“

Christian Stadler, Geschäftsführer der Arcon-Sunmark GmbH aus Regensburg, will Anfang Juli mit den Bauarbeiten beginnen: „Gemeinsam werden wir Deutschlands größte Solarwärmeanlage bauen! Ein tolles Leuchtturmprojekt, das weitere Nachahmer in Deutschland und Europa finden wird.“ Die Produktion der 1088 Kollektoren läuft im dänischen Arcon-Werk bereits auf Hochtouren. Mit der Fertigstellung der Anlage rechnen die Stadtwerke Ende dieses Jahres.

Die CO2-Einsparung des gesamten kommunalen Klimaschutz-Modellprojektes beträgt 3.700 Tonnen pro Jahr. Die Wärmeerzeugungsprognose der Solarthermie-Anlage liegt bei 5500 Megawattstunden pro Jahr. Mit rund neun Megawatt (MW) Spitzenleistung wird sie die größte Anlage Deutschlands sein. Das Projekt wird rund 15 Millionen Euro kosten und mit knapp zehn Millionen Euro vom Bund gefördert. Die Errichtung der Solarthermie-Anlage in Verbindung mit dem Wärmespeicher hat zur Folge, dass qualitativ hochwertige, regenerativ erzeugte Wärme in das erweiterte Verbundnetz der Stadtwerke eingespeist wird. Die SWLB schließt im Rahmen des kommunalen Klimaschutz-Modellprojektes drei Fernwärme-Inselnetze an das Ludwigsburger Verbundnetz an.

Weitere Informationen zum Modellprojekt sowie die Webcam am Römerhügel und die Baustellenkamera am Wärmespeicher sind unter www.swlb.de/solar-heat-grid zu finden.

Quelle: Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim und solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH, Foto: SWLB

 

 

3. Forum Solare Wärmenetze zeigt steigendes Interesse der Versorgerbranche

2019-07-09T11:09:00+02:00 Jun 18th, 2019|

Mit über 120 Teilnehmern hat sich das 3. Forum Solare Wärmenetze am 4./5. Juni in Stuttgart erneut als nationales Top-Event zum Thema Solarthermie in der Fernwärme präsentiert.

Insbesondere das steigende Interesse etablierter Versorgungsunternehmen, erfreute die Veranstalter, den Fernwärmeverband AGFW, das Steinbeis Forschungsinstitut Solites und das baden-württembergische Umweltministerium, das erneut in der Rolle des Gastgebers zum Gelingen der Veranstaltung beitrug.

Dass sich etablierte Fernwärmeversorger, insbesondere Stadtwerke, zunehmend für die Solarthermie interessieren, spiegelt auch die Marktsituation wieder. Der beim Forum brandaktuell diskutierte erste Marktstatusbericht zu solaren Wärmenetzen in Deutschland weist aktuell ein starkes Wachstum im Bereich der städtischen Fernwärmenetze aus. Die Veranstaltung erfüllte hier auch prompt ihre Rolle als Insider-Nachrichtenbörse. Denn dass – neben Ludwigsburg, Erfurt und Halle – in Bernburg an der Saale mit 8600 m² eine vierte Megawatt-Anlage in diesem Jahr an den Start gehen dürfte, wurde den meisten Experten erst auf dem Forum bekannt.

Entsprechend zufrieden zeigten sich auch die Vertreter der ausstellenden Solarthermie-Anbieter, die auf der Veranstaltung nach eigenem Bekunden qualifizierte Kundenkontakte knüpfen konnten und den Teilnehmern als wertvolle Ansprechpartner für praktische Fragen zu Verfügung standen.

Die meisten Forumsteilnehmer nutzten am zweiten Veranstaltungstag die Gelegenheit, ihr praktisches Wissen auf zwei Exkursionen zu vertiefen. Ein Bus steuerte Richtung Süden zu Solarenergiedörfern am Bodensee, ein zweiter nach Norden zum Besuch der Stadtwerke in Crailsheim und in Ludwigsburg. Während in Crailsheim die langjährige Erfahrung mit einer der größten Solaranlagen Deutschlands samt Saisonalspeicher beeindruckte, war Ludwigsburg schon aufgrund des unmittelbar bevorstehenden Baus von Deutschlands größter Solarthermieanlage eine Reise wert.

Die Teilnehmer der Bodensee-Exkursion konnten sich derweil davon überzeugen, dass Solarthermie plus Wärmenetz gerade in Verbindung mit dem Energieträger Holz auch in ländlichen Regionen als Komplettpaket für die Wärmewende hervorragend funktioniert. Die im vergangenen Jahr in Betrieb genommenen Solarenergiedörfer in Radolfzell-Liggeringen und Randegg, die von der Exkursionsgruppe angesteuert wurden, können als Blaupause für viele weitere Dorfwärmeprojekte in ganz Deutschland dienen. Und die beeindruckte Reaktion der Teilnehmer lässt hoffen, dass das 3. Forum Solare Wärmenetze dazu vielleicht einen konkreten Beitrag geleistet haben könnte.

Quelle: Guido Bröer, Foto: Solites

 

Veranstaltungstipp: Holz und Sonne

2019-07-05T09:50:27+02:00 Jun 8th, 2019|

Am 25./26. September 2019 findet der 19. Fachkongress Holzenergie als Topveranstaltung des deutschen Holzenergiemarktes statt. Dort wird es erstmals ein Forum zur „Kombination von Solarthermie und Biomasse“ geben.

250 Experten werden zur jährlichen Leitveranstaltung in Würzburg erwartet. Für viele bestehende und künftig geplante Holzenergie-Anlagen stellt die Solarthermie eine gute Ergänzung dar. Solarwärme spart Brennstoff und entlastet den Kessel vom ineffizienten Teillastbetrieb in den Sommermonaten. Das Bewusstsein dafür steigt in der Holzbranche. Das Forum wird in Kooperation mit dem vom BMWi geförderten Vorhaben Solnet 4.0 organisiert.

Weitere Informationen finden sich unter www.fachkongress-holzenergie.de.

Foto: Guido Bröer

 

Jetzt anmelden! Forum Solare Wärmenetze am 4. und 5. Juni in Stuttgart

2019-04-24T11:40:15+02:00 Apr 24th, 2019|

Praxisnähe steht im Vordergrund beim Forum Solare Wärmenetze: Neben Informationen zu neuen Projekten der solaren Nah- und Fernwärme, politischen Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten besteht bei Exkursionen die Möglichkeit zum Austausch mit Betreibern und Praktikern vor Ort.

Am 4. und 5. Juni 2019 findet in Stuttgart das 3. Forum Solare Wärmenetze, die Jahrestagung rund um solarthermisch unterstützte Nah- und Fernwärmenetze, statt. Die Fachtagung im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg am ersten Veranstaltungstag wird am Folgetag durch Exkursionen zu Solarenergiedörfern am Bodensee und Anlagen in städtischer Fernwärme ergänzt. Das Forum Solare Wärmenetze spiegelt den wachsenden Markt von großen Solarthermieanlagen in Wärmenetzen wider. Es bietet Entscheidern in Kommunen und Energieversorgungsunternehmen, Fachleuten und interessierten Anwendern eine Plattform, sich über die aktuellen Rahmenbedingungen zu informieren und mit den Betreibern solarer Wärmenetze ins Gespräch zu kommen.

Direkt zum aktuellen Programm und zur Anmeldung geht es hier.

Ein Themenschwerpunkt der diesjährigen Ausgabe sind die „Marktchancen für solare Wärmenetze“. Am Beispiel ausgewählter konkreter Projekte werden die Herausforderungen in der Flächenentwicklung im Spannungsfeld von Naturschutz und Landwirtschaft geschildert. Aktuelle Projekte im Rhein-Hunsrück-Kreis zeigen die Möglichkeiten für die Regionalentwicklung und Wertschöpfung durch erneuerbare Wärmenetze auf. Weiterhin wird das große Engagement für solare Wärmenetze des österreichischen Bundeslandes Steiermark vorgestellt.

Als zweiter Schwerpunkt steht die Dekarbonisierung städtischer Fernwärmenetze im Fokus. Zwei Leuchtturmprojekte stehen im Mittelpunkt. In Ludwigsburg und Kornwestheim in Baden-Württemberg bauen die örtlichen Stadtwerke derzeit die vom Bundesumweltministerium geförderte Solarthermie-Freiflächenanlage „SolarHeatGrid“. In Berlin-Köpenick sammelt der Energieversorger Vattenfall seit 2018 Erfahrungen mit der Solarthermie zur Dekarbonisierung des größten Fernwärmenetzes Europas.

Ein Format, das schon auf den ersten beiden Foren Solare Wärmenetze großen Anklang fand, sind die Thementische am frühen Nachmittag. Drei Thementische gibt es in diesem Jahr: zur „Entwicklung von Freiflächen für Solarthermie – Erfahrungen aus der Modellregion Neckar-Alb“, zum BMWi-Förderprogramm „Modellvorhaben Wärmenetzsysteme 4.0“ und einen dritten zum Fördermodell „Innovative Kraft-Wärme-Kopplung mit Solarthermie“.

Am Mittwoch, 5. Juni, steht Solarthermie zum Anfassen im Mittelpunkt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können zwischen zwei Exkursionen wählen: Die Touren „Solarenergiedörfer am Bodensee“ oder „Städtische Fernwärme mit Solarthermie“.
Veranstalter des 3. Forums Solare Wärmenetze ist das Umweltministerium Baden-Württemberg. Organisiert wird es in Kooperation mit dem Steinbeis Forschungsinstitut Solites und dem Fernwärme-Branchenverband AGFW – Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme. Jetzt anmelden!

Neues Video präsentiert das Konzept der „Roadshow Solare Wärmenetze“

2019-04-25T10:38:57+02:00 Apr 23rd, 2019|

Das Interesse am ersten Fachinformationstag Solare Wärmenetze in Simmern war groß. Ein neues Video gibt Eindrücke der Veranstaltung und die Zufriedenheit der Teilnehmer wieder. Weitere Roadshow-Veranstaltungen mit regionalen Kooperationspartnern sind in Planung.

 

Mit dem Fachinformationstag Solare Wärmenetze am 13. Februar 2019 in Simmern, Rheinland-Pfalz, startete das Projekt Solnet 4.0 seine Roadshow zu solaren Wärmenetzen. Ein zweiter Fachinformationstag folgte am 22. März 2019 auf der Husum New Energy. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe rund um die Planung, Entwicklung und Realisierung von solarthermisch unterstützten Wärmenetzen wird es in Kooperation mit lokalen Partnern deutschlandweit mehrere Informationstage geben. Bei der Konzeption der Roadshow hat der Praxisbezug erste Priorität. Der Fachinformationstag Solare Wärmenetze richtet sich an Vertreter von Kommunen, Energieagenturen, Stadtwerken, Netzbetreibern, Energiegenossenschaften sowie interessierte Bürger.

Regionale Kooperationspartner wie z.B. Energieagenturen können sich bei Interesse an einer gemeinsamen Ausrichtung bei den Projektpartnern des Projekts Solnet 4.0 melden.

Klicken Sie hier um das Video zum Fachinformationstag Solare Wärmenetze anzusehen.

Folgen Sie uns auf unserem Youtube-Kanal „Solare Wärmenetze“ und auf Twitter unter @solnetz

Kontakt: Steinbeis Forschungsinstitut Solites, Sabine Ott, ott@solites.de

Spatenstich für ein neues solares Wärmenetz in der Gemeinde Schluchsee

2019-04-24T13:32:46+02:00 Apr 18th, 2019|

Noch im Herbst 2019 soll der erste Abschnitt des Nahwärmenetzes mit einem 3000 Quadratmeter großen Solarkollektorfeld im heilklimatischen Kurort Schluchsee in Betrieb gehen.

Die Gemeinde Schluchsee, die am gleichnamigen See im Südschwarzwald liegt, realisiert ein 9 Kilometer langes Nahwärmenetz mit 137 Anschlüssen. Der Wärmebedarf im Sommer soll zukünftig ausschließlich durch eine Solarthermieanlage mit einem 3000 Quadratmeter großen Kollektorfeld gedeckt werden. In den kälteren Monaten wird die Solarthermieanlage dann durch zwei Holzhackschnitzelkessel unterstützt. Die Holzhackschnitzel werden lokal produziert und fördern damit zusätzlich die regionale Wertschöpfung.

Durch den Einsatz regenerativer Energien werden so pro Jahr 2400 Tonnen CO2 eingespart. Aber nicht nur der Beitrag zum Klimaschutz ist enorm, sondern auch die Bestrebung vor Ort nachhaltigen Tourismus zu betreiben. Dadurch, dass der komplette Wärmebedarf im Sommer durch die Solarthermieanlage erzeugt wird, sinkt die Luftbelastung deutlich und gerade im Sommer atmen somit die Touristen im „heilklimatischen Kurort“ zukünftig nur noch reine Luft.

Realisiert wird das Nahwärmenetz durch die Solarcomplex AG, die insgesamt bereits 16 Wärmenetze auf der Basis erneuerbarer Energien und Abwärme betreibt.

Weitere Informationen:
solarcomplex.de
energieregion-waermenetze.de

Foto: Filzstift, Wikipedia

 

Mit Moosach und Liggeringen sind zwei weitere Solarenergiedörfer am Start

2019-04-24T13:33:31+02:00 Apr 8th, 2019|

Im März wurden in der Gemeinde Moosach südöstlich von München und dem Radolfzeller Teilort Liggeringen zwei weitere Dorfheizzentralen mit großen Solarthermiefeldern eingeweiht und in Betrieb genommen.

In Moosach ergänzt das 1067 Quadratmeter große Kollektorfeld drei Holzhackschnitzel-Kessel. Die Gemeinde selbst hat das 4400 Meter lange Wärmenetz gebaut und verpachtet es der Naturstrom AG als Betreiber. Die Genossenschaft Regenerative Energie Ebersberg (REGE eG), fungiert als Service- und Ansprechpartner der Naturstrom AG vor Ort. Die 70 Haushalte, die an die Dorfwärmeversorgung bislang angeschlossen sind, werden im Jahr 300.000 Liter Heizöl einsparen.

Nach vielen Jahren Planungszeit und einer schnellen Bauphase ist das Solarenergiedorf Liggeringen, ein Teilort von Radolfzell am Bodensee, am 22. März offiziell eingeweiht worden. Die Heizzentrale wird dort von den Stadtwerken Radolfzell betrieben und im ersten Bauabschnitt werden dort rund 1100 Quadratmeter Solarthermie mit einer Holzhackschnitzel-Wärmeversorgung kombiniert.

Mit diesen zwei neuen Solarenergiedörfern setzt sich in diesem Bereich der positive Trend aus dem Jahr 2018 fort.

Weitere Informationen:
stadtwerke-radolfzell.de
naturstrom.de

Foto: Naturstrom AG

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